Anything Goes - oder ein kurzer Abriss unserer Zuchtauffassung

Gemäß unseren Auffassungen ist die Zucht nicht die maßgebliche Säule unseres Kennels, doch wollen wir sie in ihrer Bedeutung zum Fortbestehen desselben auch nicht unterbewerten. Wir sehen es als wirklich sehr bereichernde Herausforderung an mit einem Rudel alltagstauglicher Parson Russell Terrier zu leben und zu arbeiten, wollen aber v.a. unter keinen Umständen die Harmonie innerhalb unseres kleinen Rudels durch unüberlegte oder gar hektische Entscheidungen gefährden. Wie Sie auf diesen Seiten desöfteren lesen werden, lehnen wir Zwingerhaltung ab, weswegen uns die Aufrechterhaltung einer ausgewogenen und gesunden Balance sehr wichtig ist. Nicht zuletzt ist es gerade für Welpen von großem Wert in ein ausgeglichenes Rudel hineingeboren und von ihm sozialisiert zu werden.

 

"Ain't She Sweet" mit ihrer kleinen Halbschwester "Every Kinda Trouble"
"Ain't She Sweet" mit ihrer kleinen Halbschwester "Every Kinda Trouble"

Neben den vielfältigen gesundheitlichen Attesten zur Erfüllung der verpflichtenden Zuchtbedingungen erscheint es uns ebenso wichtig die zur Zucht in Frage kommenden Hündinnen wirklich gut zu kennen und ihre Entwicklung von frühester Jugend an begleitet zu haben. Trägt man sich mit Zuchtvisionen so sollte man sich neben den Stärken auch ungeschönt etwaige Schwächen der eigenen Hündinnen eingestehen, die im Rahmen eines derartigen Projektes Einsatz fänden. Man muss sich Vorzüge wie ergänzungswürdig erscheinende  Eigenschaften objektiv vor Augen führen und stets ein ausgewogenes "Gesamtbild" anstreben. Nur so kann durch Ergänzung ein wirklicher Mehrwert zum aktuellen Status quo der jeweiligen Zuchtlinie geleistet werden. 

Fritzi und Crazy mit zwei ihrer Outlaw British Jack Russell Terrier Friends
Fritzi und Crazy mit zwei ihrer Outlaw British Jack Russell Terrier Friends

Die angehende Mutterhündin  muss also im Maßstab eines Terriers (!) "Gelassenheit", eigene "Lebenserfahrung" im Sinne "von selbst etwas erlebt haben" und ausreichend Selbstbewußtsein erworben haben um die  ausschlaggebende "Arbeit" für die Aufzucht der Welpen neben dem Züchter leisten zu können: diese ist in diesem Kontext jedenfalls die instinktsichere, selbstsichere, hingebungs- und "liebevoll" konsequente, Erziehung und Sozialisierung der Welpen. Diese höchst wichtige Vorleistung der Mutterhündin ist die Grundvoraussetzung dafür, damit das Zusammenleben zwischen den "richtigen", für die Ansprüche dieser sehr lebhaften Rasse geeigneten Menschen und deren Parson Russell Terrier dann auch ohne Überforderung und beiderseitiger Frustration gelingen kann.

Every Kinda Trouble Anything Goes, *Chica*
Every Kinda Trouble Anything Goes, *Chica*

Erst ab einem gewissen Alter der angehenden Mutterhündin (als Daumenregel mag hier ein Mindestalter von 2,5 bis 3 Jahren gelten) lassen sich ernsthafte Rückschlüsse ziehen, welche Eigenschaften man ergänzend oder verstärkend in einer angedachten Verpaarung mit welcher Priorität berücksichtigen sollte. "Anything Goes"-Parson Russell Terrier sind das Ergebnis von Beobachtung und lang vorbereiteter Planung und sie wird es daher konsequenterweise keinesfalls im Stakkato geben können.

Dorset Diva *Diva* mit Ain't She Sweet *Fritzi* Anything Goes
Dorset Diva *Diva* mit Ain't She Sweet *Fritzi* Anything Goes

Die im Fokus unserer Aufmerksamkeit vorzugsweise (nicht nur geographisch sondern auch genetisch) weit wegstehenden Deckrüden besuchen wir um sie persönlich kennenzulernen und in ihrem Alltag, Wesen und Trieb, mit dem sie insgesamt ausmachenden Charakter so verlässlich wie in der angemessenen Zeit möglich in Augenschein zu nehmen. Wir suchen im Hinblick auf die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit und dem typischen "sportsmen-like" Charakter auch das spezifisch "besondere", das diesen liebenswert kecken, intelligenten, temperamentvollen und v.a. arbeitswilligen Jagdterrier ausmacht.

Exmoor Tally Ho! *Tally* und Crazy Like Me *Crazy* Anything Goes
Exmoor Tally Ho! *Tally* und Crazy Like Me *Crazy* Anything Goes

Es scheint als wäre es genau dieser Surplus, gewissermaßen eine Extravaganz, die das Wesen des Parson Russell Terriers maßgeblich bestimmt und sein "Eben-Anderssein" unter den Arbeitsterriern aus- und seine Begleitung als Gefährten so angenehm, so erfreulich macht.  Die nächste Nachzucht der Anything Goes Parson Russell Terrier ist für den Spätsommer 2018 geplant.


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